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Artikel und Hintergründe zum Thema

3D-Druck-Materialien

Andreas Mühlbauer,

Evonik und Farsoon stärken Zusammenarbeit

Evonik und Chinas größter Hersteller von SLS 3D-Druckern Farsoon stärken ihre Zusammenarbeit im Bereich des pulverbasierten 3D-Drucks.

Evonik und Farsoon stären ihre Zusammenarbeit. © Farsoon

Beide Unternehmen wollen den Marktzugang zu neuen großindustriellen Anwendungen im höheren Temperaturbereich ermöglichen. Evonik bringt seine Expertise in polymerbasierten 3D-Druck-Materialien und Farsoon seine Expertise zu pulverbasierten 3D-Druckern in die Zusammenarbeit ein. In diesem Rahmen hat das Spezialchemieunternehmen bereits das ready-to-use Kunststoffpulver Infinam PA 6005 P (Polyamid 613) mit höherer Temperaturbeständigkeit auf den Maschinen der ST252P- und HT403P-Serien von Farsoon erfolgreich getestet. Die Entwicklung neuer Formulierungen ist im Gange.  

Materialien für grenzenlose 3D-Anwendungen

„Eine enge Zusammenarbeit zwischen Material- und Maschinenherstellern ist von essenzieller Bedeutung, um neue 3D-Anwendungen zu erschließen. Die Ergebnisse unserer Testreihen bringen es eindeutig zum Ausdruck: Infinam PA 6005 P mit seinem höheren Schmelzpunkt von 215 °C lässt sich auf den ST252P- und HT403P-Maschinen von Farsoon nicht nur gut verarbeiten, sondern auch wiederverwenden. Wir haben unsere Synergien genutzt, um eine marktreife Systemlösung zu entwickeln“, sagt Wolfgang Diekmann, Director Research, Development & Innovation Additive Manufacturing bei Evonik.   

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Infinam PA 6005 P ist ein Hochleistungspulver der Polyamid-6-Reihe von Evonik. Das Material weist eine hohe mechanische Festigkeit, eine hohe Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit sowie eine geringe Wasseraufnahme – von unter 3 Prozent – auf. Diese wirkt sich positiv auf die Verarbeitbarkeit im 3D-Druckprozess und die Dimensionsstabilität des gedruckten Bauteils aus. Die aus dem PA-613-Pulvermaterial gedruckten Objekte überzeugen selbst bei dünnwandigen Konstruktionen durch hohe Steifigkeit und mechanische Stabilität.

Technologie-Synergien öffnen neue Anwendungen

Die Maschinen von Farsoon bieten Konfigurationsmöglichkeiten, die Prozesskammertemperaturen von bis zu 220 °C (HT) bzw. bis 280 °C (ST) erreichen können. Verbesserte thermische Kontrollen, temperaturgeschützte Komponenten und offene Parameter bieten Kunden die Möglichkeit, Hochleistungspolymere wie das PA 613 von Evonik hervorragend zu verarbeiten. Die Maschinen sind mit Scannern hoher Geschwindigkeiten und leistungsstarken Lasern ausgestattet. Die hohe Produktivität der Bauteileherstellung macht Serienanwendungen zunehmend zugänglich.

„Wir freuen uns sehr, dem Markt für additive Fertigung weitere Opportunitäten anbieten zu können, indem wir neue Anwendungen im höheren Temperaturbereich proaktiv unterstützen“, sagt Dr. Dirk Simon, Geschäftsführer der Farsoon Europe GmbH und verantwortlich für Kunststoffmaterialthemen im Global Management Team der Farsoon. „Die hervorragende Kompatibilität unserer SLS-Maschinen mit den Kunststoffpulvern von Evonik sowie das sehr interessante Eigenschaftsprofil der PA-613-Bauteile bilden wichtige Grundlagen für den Markterfolg unserer Kunden.“

Polymerpulver mit gutem Fließverhalten

Dank seiner nahezu runden Kornform zeichnet sich das Infinam PA Kunststoffpulver der Polyamid-6-Reihe von Evonik durch sein exzellentes Fließ- und Auftragsverhalten aus und kann in allen pulverbasierten 3D-Druck-Technologien eingesetzt werden. Das Hochtemperaturmaterial wird nach einem speziellen Verfahren am Standort Marl hergestellt.

Evonik bündelt seine Kompetenzen im Bereich des 3D-Drucks im Innovationswachstumsfeld Additive Manufacturing. Der strategische Fokus liegt dabei auf der Entwicklung und Herstellung neuer Hochleistungsmaterialien für alle wichtigen polymerbasierten 3D-Drucktechnologien. In diesem Rahmen hat Evonik seine Produktpalette unter der neuen Marke INFINAM® geordnet und treibt den 3D-Druck als großindustrielle Fertigungstechnologie entlang der gesamten Wertschöpfungskette voran.  

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