Neue Cobot-Generation

Andreas Mühlbauer,

ABB vereinfacht den Weg in die Automatisierung

Acht von zehn Unternehmen planen laut ABB, in den kommenden zehn Jahren verstärkt Roboter einzusetzen. Die Corona-Pandemie sieht das Unternehmen als Treiber für den zunehmenden Einsatz der neuen Technologien.

Die Cobot-Familie von ABB (von links: zweiarmiger und einarmiger YuMi, GoFa und Swifti). © ABB

ABB erweitert sein Portfolio an kollaborativen Robotern (Cobots) um die neuen Cobot-Familien GoFa und Swifti. Diese bieten höhere Traglasten und Geschwindigkeiten und ergänzen das bisherige Cobot-Angebot von ABB, bestehend aus dem Zweiarm-Roboter YuMi und der einarmigen YuMi-Variante. Die stärkeren, agileren und vielseitigeren neuen Cobots sollen die Expansion des Unternehmens in wachstumsstarke Segmente wie Elektronik, Gesundheitswesen, Konsumgüter, Logistik sowie die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie beschleunigen. Mit den neuen Lösungen will ABB die kontinuierlich steigende Nachfrage nach Automatisierungslösungen in vielen Branchen bedienen.

GoFa und Swifti lassen sich intuitiv bedienen, sodass Kunden nicht auf ausgebildete In-House-Programmierer mit Fachkenntnissen angewiesen sind.Die Cobots sind innerhalb kurzer Zeit nach der Installation einsatzbereit, ohne dass ein spezielles Training erforderlich ist. 

„Unser neues Cobot-Portfolio ist das vielseitigste auf dem Markt. Es hilft unseren Kunden, ihre Prozesse zu automatisieren und dadurch ihre operative Performance zu verbessern und zu wachsen”, sagte Sami Atiya, Leiter des ABB Geschäftsbereichs Robotik & Fertigungsautomation. „Unsere neuen Cobots sind einfach zu bedienen und zu konfigurieren. Mit unserem globalen Netzwerk aus Service-Experten ermöglichen wir Unternehmen jeder Größe und jeder Branche, weit über die Fertigungsindustrie hinaus, den reibungslosen Einstieg in die Robotik.” Mit der Erweiterung ihres Cobot-Portfolios will ABB bestehende und neue Anwender von Robotik dabei unterstützen, Automatisierung zu beschleunigen.

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Automatisierung prägt die Zukunft der Fertigung

Im Rahmen einer internationalen Umfrage1 unter 1.650 großen sowie klein- und mittelständischen Unternehmen in Europa, den USA und China gaben 84 Prozent der Befragten an, in den kommenden zehn Jahren Robotik einzuführen oder verstärkt nutzen zu wollen. Für 85 Prozent hat die Pandemie große Auswirkungen auf das Geschäft und die Branche gehabt, mit Covid-19 als Treiber für Investitionen in Automatisierungslösungen. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen (43 Prozent) gaben an, mit dem Einsatz von Robotik die Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeitenden am Arbeitsplatz verbessern zu wollen. 51 Prozent sagten, dass mit Hilfe von Robotern die Abstandsregeln besser eingehalten werden können, und mehr als ein Drittel (36 Prozent) ziehen die Nutzung robotergestützter Automatisierung in Erwägung, um die Qualität der Arbeit für die Mitarbeitenden zu verbessern. Darüber hinaus gaben 78 Prozent der Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer an, dass es schwierig sei, Personal für repetitive und körperlich anstrengende Tätigkeiten zu gewinnen und zu halten.

Im Jahr 2019 wurden weltweit mehr als 22.000 neue Cobots installiert – ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr2. Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach kollaborativen Robotern zwischen 2020 und 20253 jährlich um durchschnittlich 17 Prozent wächst. Der weltweite Umsatz wird zwischen 2019 und 20254 voraussichtlich von geschätzten 0,7 Milliarden US-Dollar auf rund 1,4 Milliarden US-Dollar steigen. Für den weltweiten Industrierobotermarkt wird ein Wachstum von rund 45 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 auf rund 58 Milliarden US-Dollar bis 2023 erwartet (durchschnittliches jährliches Wachstum von 9 Prozent)5.

GoFa und Swifti sind dafür konzipiert, Unternehmen bei der Automatisierung von Prozessen zu unterstützen und Mitarbeitende bei Aufgaben wie Materialhandhabung, Maschinenbedienung, Montage und Verpackung zu helfen. Die vielseitigen Cobots der neuen Generation sind für den Einsatz in der Fertigung, in medizinischen Laboren, in Logistikzentren und Lagerhäusern ebenso geeignet wie für den Einsatz in Werkstätten und kleinen Produktionsbetrieben. 

„Mit unserer Expansion machen wir die Bedienung und Inbetriebnahme von Cobots einfacher. Damit unterstützen wir ihren Einsatz auch in Unternehmen, die bisher noch nicht daran gedacht haben, Roboter zu nutzen“, sagte Atiya. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die erfolgreichsten Unternehmen diejenigen sind, die die Stärken ihrer Mitarbeitenden mit dem Potenzial neuer Technologien zusammenbringen.”

Zu jedem installierten ABB-Cobot gehört ein Startup-Paket, das neben der Servicelösung ABB Ability Condition Monitoring & Diagnostics auch den Zugang zum branchenübergreifenden Online-Kundenservice von ABB beinhaltet. Dieser ist in den ersten sechs Monaten kostenfrei.

1 ABB Branchenstudie, Januar 2021 

2 Interact Analysis, „The Collaborative Robot Market“, 3. Auflage

34 Interact Analysis, „The Collaborative Robot Market“, 3. Auflage und ABB-interne Analysen.

5 ABB-interne Analysen

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