Schaeffler und Siemens

Andreas Mühlbauer,

Intelligente Zustandsdiagnose für Antriebssysteme

Elektromotoren sind die treibende Kraft industrieller Kernprozesse und das Wälzlager ist ihre zentrale mechanische Komponente.

Die Zusammenarbeit von Siemens mit Schaeffler verbindet die IIoT-Plattform Sidrive IQ mit der Fachkompetenz Schaefflers in Konstruktion, Fertigung und Service von Lagern. © Siemens

Wälzlager erfahren alle im Motor auftretenden Belastungen und Beanspruchungen. Daher bietet die Wälzlagerdiagnose einen entscheidenden Indikator für den Gesamtzustand und die Zuverlässigkeit eines Motors. Neben der Portfolioentwicklung von Condition-Monitoring-Lösungen für Betreiber arbeitet der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler auch mit OEM-Kunden wie Siemens an gemeinsamen Angeboten zur Steigerung der Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen.

„Grundlage der Partnerschaft zwischen Schaeffler und Siemens ist ein solides Fundament aus Produktwissen und Fachkompetenz. Beide Unternehmen tragen mit ihrem Fokus auf dem Kundennutzen wesentlich dazu bei, die Digitalisierung in der Industrie voranzutreiben“, ergänzt Dr. Stefan Spindler, Vorstand Industrial con Schaeffler.

Services nahtlos integriert in einer Plattform

Die Zusammenarbeit von Siemens mit Schaeffler verbindet Sidrive IQ – eine digitale Plattform von Siemens für das industrielle Internet der Dinge (IIoT) und insbesondere für Antriebssysteme und -lösungen – mit der jahrzehntelang aufgebauten Erfahrung und Fachkompetenz Schaefflers in Konstruktion, Fertigung und Service von Lagern. Sidrive IQ vereint mehrere Funktionalitäten in einer Lösung und wertet Antriebssysteme mit KI-basierten Analysen und digitalen Inhalten auf. Für den Kunden bietet dies die Sicherheit, dass er bei Betriebs- und Wartungsentscheidungen ebenso wie bei Wartungsmaßnahmen für Antriebssysteme stets die richtige Wahl treffen kann.

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Zusammenarbeit im industriellen IoT

Die Integration des Schaeffler-Analyseservice für die automatisierte Lagerdiagnose in Sidrive IQ macht es möglich, den Lagerzustand mit größerer Gewissheit und Präzision zu ermitteln. „Diese Form der Zusammenarbeit und der automatische Austausch von Algorithmus-basierten Diagnosedaten sind im industriellen IoT noch sehr selten. Sie stehen beispielhaft für eine neue Dimension der Kooperation zwischen etablierten Technologieunternehmen“, sagt Hermann Kleinod, CEO von Siemens Large Drives Applications.

Anhand fundierter Erkenntnisse und spezifischer Informationen kann der Betreiber schnell entscheiden, ob das Antriebssystem in Betrieb bleiben kann oder ob ein Schaden unmittelbar bevorsteht und das Lager daher im nächsten Wartungsintervall oder aber sofort ausgetauscht werden muss. Dadurch sinken Wartungsaufwand und -kosten, vor allem aber können ungeplante, kostspielige Ausfallzeiten vermieden werden.

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